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Logo der Seite www.vermittlungswissen.de: Informationen, Hilfsmittel und Arbeitsmittel für Integrationsfachkräfte am Markt für Arbeit und Personal Newsletter 01/2012
Vermittlungswissen.de

Die Themen:
 
 
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Der Newsletter der Internetpräsenz www.vermittlungswissen.de informiert Sie über Neuerungen auf der Internetseite und will auf interessante Informationen und Hilfsmittel für die Arbeit von Beratungs- und Vermittlungskräften am Arbeitsmarkt aufmerksam machen.
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Abbildung eies Ergebnisses aus www.luftlinie.orgDie Zumutbarkeit von Arbeitsangeboten richtet sich unter anderem nach der Zeit, die der Bewerber von der Wohnung bis zur Arbeitsstelle benötigt. In der Praxis wird häufig ein Radius (Luftlinie) erfragt, in welchem der Bewerber nach Arbeit sucht und Vermittlungsvorschläge unterbreitet werden sollen. Bei der rechtlichen Beurteilung der Zumutbarkeit ist dies allerdings zu ungenau, da maßgeblich ist, welche Zeit der Kunde mit dem ihm zur Verfügung stehenden Verkehrsmittel für die Strecke benötigt. Mit Hilfe der Internetseite www.luftlinie.org kann die Entfernung zwischen zwei Adressen sowohl in Luftlinie als auch bei Fahrten mit dem PKW recherchiert werden. Der Dienst setzt auf den Karten von googlemaps auf.
  
Mit Hilfe des Dienstes www.efa.de lässt sich im Raum Niedersachsen die Pendelzeit für Kunden ermitteln, die auf Bus und Bahn angewiesen sind.

Zur Unterstützung von Stellensuchenden im Raum Braunschweig und Wolfsburg wurden neue Übersichten eingestellt. Die regionalen Übersichten sollen die Jobsuchmöglichkeiten in bestimmten Regionen aufzeigen und branchenspezifische Verzeichnisse Helfen bei der bundesweiten Suche nach Berufen und Branchen.
 
Branchenspezifisch:
 Regional:
 
Weitere Übersichten für die Regionen Braunschweig und Hannover sowie die Metallindustrie sind in Planung. Hinweise, Verbesserungs-und Linkvorschläge sind hier ebenfalls sehr willkommen: info@vermittlungswissen.de

 
Die Bundesagentur für Arbeit bietet ein gelungenes Tool zur Visualisierung von Engpässen nach Berufen an. Das Tool setzt auf Excel auf, ist aber relativ einfach durch Laien zu bedienen. Mit ihm können beispielsweise folgende Fragen bearbeitet werden:
  • In welchen Berufen und in welchen Regionen gibt es Engpässe bei der Besetzung von freien Arbeitsstellen?
  • Wie lange dauert es, bis freie Stellen, zum Beispiel für die Berufsgruppe der Altenpfleger, besetzt werden?
  • Wie viele Stellen gibt es für Altenpfleger und wie viele Arbeitslose stehen ihnen gegenüber?
  • Zeigen sich hier regionale Unterschiede?
  • Wie war die Entwicklung in den letzten Jahren?

 
Am 29.9. bis 30.09 findet an der HdWM in Mannheim für Berater und Vermittler am Arbeitsmarkt das Wochenendseminar „Berufs- und Bildungskunde sowie Tätigkeitsanalysen“ statt. Dabei soll praxisorientiert berufskundliches Wissen vermittelt werden, das Vermittler bei Förderentscheidungen (FbW), der Chanceneinschätzung oder dem Erstellen von Profilen benötigen. Hier sind laut Hochschule noch Plätze frei.
 

 
LiteraturempfehlungenIn zwei Büchern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, schildern die Autoren ihre Erfahrungen mit der Arbeitslosigkeit und der Vermittlung der Arbeitsagentur bzw. des Jobcenters. Das Buch "Gefeuert - mein Leben nach der Kündigung" beschreibt, wie die bisher beruflich sehr erfolgreiche Julia aufgrund von Umstrukturierungen in ihrem Unternehmen unerwartet arbeitslos wird. Es zeigt insbesondere ihre Bemühungen, wieder in das System Arbeit hinein zu gelangen.
Ganz anders geht es dem Protagonisten in Robert Naumanns "Ich hartz dann mal ab" - er möchte gar nicht erst in das System hinein und bemüht sich redlich, die plumpen Integrationsbemühungen seiner Persönlichen Ansprechpartnerin zu unterlaufen. Beide Bücher sind Berichte aus Sicht der Betroffenen. Während Julia Berges Buch um eine sehr sachliche Auseinandersetzung bemüht ist, versucht es Robert Naumann vorwiegend mit satirischen Elementen. Beide Bücher sind trotz der sehr unterschiedlichen Intention und Blickwinkel der Akteure sehr lesenswert; trotzdem aber auch unterhaltsame Sommerlektüren.
So schildert Julia Berger sehr genau den aus ihrer Sicht standardisierten und ausschließlich auf Effizienz getrimmten Meldeprozess bei den Arbeitsagenturen: von der telefonischen Meldung über den Rückruftermin zur Datenerfassung und ihre ersten persönlichen Vorsprachen zum Job-to-Job-Termin und der Abgabe des Antrages in der Leistungsabteilung. Ihre Erfahrungen verbindet sie mit einem fundierten Faktenwissen über den Arbeitsmarkt, das Vermittlungsrecht und die Vermittlungsstatistik. Denn ebendies sind die Themen, mit denen sie sich in ihrer Lage auseinandersetzt.
Robert Naumanns Buch lebt von der Übertreibung (zumindest ist dies zu hoffen). Durch seine Überzeichnungen überführt er die Hauptakteure rasch ihres platten Weltbildes und ihrer plumpen Argumentation. So scheitert die Revolution der Arbeitslosen nach seinen Schilderungen hauptsächlich an dem Umstand, dass bei Kundgebungen die meisten Akteure lieber auf der heimatlichen Couch sitzen, als zu demonstrieren. Aber auch die Ratschläge und Vorgaben seiner Persönlichen Ansprechpartnerin zeugen von wenig Elan oder Ideenreichtum; hauptsächlich scheint der Kontakt zu ihr eher erniedrigend als motivierend zu sein
  • Berger, Julia: "Gefeuert - mein Leben nach der Kündigung", Taschenbuch, 240 Seiten, dtv 2010, 12,90 Euro, ISBN-13: 978-3423248327
  • Naumann, Robert: "Ich hartz dann mal ab. Bekenntnisse eines kleinen Schmarotzers", Taschenbuch, 224 Seiten, rororo 20111,  9,99 Euro, ISBN-13: 978-3499627910